












DAZWISCHEN & MITTENDRIN
2022-2024Neubau Wohnhaus
Sanierung Umbau Altbau
Dießen am Ammersee (D)
Bauherrschaft: Privat
Architektur: BASK
Landschaftsarchitektur: BASK
Fotografien: Sebastian Schels
Ein Einfamilienhaus aus den 1930er Jahren soll saniert werden, während das Grundstück gleichzeitig auch noch bauliche Ausnützungsreserven besitzt. Unser Entwurf beinhaltet im Sinne einer integralen Planung und Mehrwerterzielung für die Bewohnerschaft und für das ganze Grundstück neben der Totalsanierung des Bestandsgebäudes auch die Erstellung eines neuen kleinen Wohnhauses und die Gestaltung des Freiraumes mit Garten, Hof und alter Remise. Das Ziel war eine Ressourcen schonende und sozial verträgliche Nachverdichtung mit vielfältigen, privat bis gemeinschaftlich nutzbaren Aussenräumen.
Als zentrale räumliche Idee bildet der Bestand mit dem neuen Wohnhaus einen gemeinsamen Erschliessungshof, der zum gemeinschaftlichen Zentrum der beiden Wohneinheiten wird. Beide Wohnhäuser verfügen im Erdgeschoss zudem über seitlich angeordnete Fenstertüren, die auf der Hof abgewandten Seite den privaten Gartenbereich des jeweiligen Hauses erschliessen. Beim Neubau ist durch das Gegenüber der alten Remise, unter deren schützendem Vordach sich der Gartensitzplatz befindet, auch der private Garten räumlich gefasst, von dem aus der Blick zurückfällt auf die drei Stufen hoch zur Küche.
Der Neubau ist mit seinen 70qm Wohnfläche auf zwei Geschossen sehr kompakt. Gleichzeitig schafft sein räumliches Konzept ein sehr grosszügiges Raumgefühl, das an bestimmten Situationen gezielt mit dem Aussenraum Synergien aufbaut und seinen Fokus auf Innenräume legt, die sowohl alleine, als auch als Teil einer zusammenhängenden Raumabfolge genutzt werden können. Im Obergeschoss entsteht eine starke Kontrastwirkung durch die Gegenüberstellung von einem Kleinstraum und dem grössten Zimmer, vom Raumschnitt her gesehen einem Haus im Haus. Je nach Nutzungsbedarf kann die dazwischengeschaltete Wohndiele verkleinert und ein weiteres, zusätzliches Zimmer abgetrennt werden, so dass eine vierköpfige Familie das Haus bewohnen kann.
Das Gebäude ist als Holzbau mit einer 120mm massiven, inneren tragenden Schicht entworfen, die nur noch mit einer Leinölfarbe gestrichen die fertige innere Oberfläche bildet. In Kombination mit einem steinernen Sichtestrich, weiss gestrichenen Holzfenstern und einer naturbelassenen äusseren Holzschalung aus der örtlichen Sägerei, einer Dämmung aus Glasschaum oder Holzfasern, sowie einem Vordachhut aus massivem Stahl in der Art einer übergrossen Leuchte, prägen ausnahmslos natürliche Materialien nicht nur die Oberflächen, sondern auch die Tiefe der Konstruktion.
Unser Konzept des Weiterbauens an der bestehenden Situation erzeugt mit seiner baulichen Verdichtung Synergien zwischen Verschiedenem und schafft keine Konkurrenzsituationen durch Wiederholung von immer Gleichem.
© 2024 - BASK Architektur Städtebau GmbH
Strategisch kluges Weiterbauen sehen wir als Chance zur Verdichtung von vielfältigen räumlichen Beziehungen.











RAUM FÜR WOHNEN & WERKEN
2019-2021Neubau Räume für Wohnen & Werken
Dießen am Ammersee (D)
Bauherrschaft: Privat
Architektur: BASK
Bauingenieur: H13 Ingenieure, Benedikt Lechner, München (D)
Fotografien: Sebastian Schels
Ein Gebäudeensemble bestehend aus Hauptgebäude, Remise und Heizhaus bietet vielfältig nutzbare Räume für Wohnen und Werken an. Durch die Setzung der Gebäude, wird der Freiraum in einen zentralen Gartenhof sowie vier „Gartenzimmer“ mit unterschiedlichen Qualitäten gegliedert. Je nach Tages- und Jahreszeit wird der bewohnte, räumlich definierte Lebensraum somit erweitert. Viel Wert wird auf eine Verschränkung der Außen- und Innenräume gelegt, z.B. durch die nach Osten ausgerichtete, tiefe Veranda des Hauptgebäudes. Alle Innenräume des Hauptgebäudes erhalten somit im Erdgeschoß wie auch im Obergeschoß eine direkte Erweiterung im überdachten Außenraum. Die zusätzliche Nutzbarkeit der Veranda als außenliegende Erschließungsschicht ermöglicht bei Bedarf die freie Unterteilung des inneren Raumangebotes in mehrere Einheiten. Das Hauptgebäudes ist als Holzskelettbauweise konstruiert. Diese ist im Bereich der Außenwände zur Veranda hin mit Verglasung oder einer Ausfachung aus massiven Holzbohlen gefüllt. Die Ausfachung der Tragstruktur im Innenraum erfolgt je nach Notwendigkeit eines räumlichen Abschlusses mehr oder weniger offen. Im Inneren ergeben sich somit unterschiedliche Bezüge zwischen den einzelnen Raumsegmenten. Eine Anpassung je nach Lebensphase von einer gekammerten Raumfolge in einen großen strukturierten Raum ist mit sehr einfachen Massnahmen umsetzbar. Das Hauptgebäude ist eine robuste Raumstruktur, in die jederzeit weitere kleinere Gefäße wie Zimmer, Raumnischen, Schränke, Regale oder Küchenelemente hineingebaut oder hineingestellt werden können.
Die massive und diffusionsoffene Bauweise aus regionalem Holz, die regenerative Wärmegewinnung, die langfristige Nutzungsflexibilität als Mehrgenerationenraum - auch in unterschiedlichen Kombinationen von Wohnen und Arbeiten, sowie die bewusst eingeplante Alterungs- und Reparaturfähigkeit aller Materialien und Konstruktionen bei gleichzeitigem minimalen Einsatz von Gebäudetechnik schafft einen langfristig nachhaltigen Lebensraum mit hohem Aneignungswert.
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Materialechtheit, Konstruktive Verbindungen in der Logik der Bauweise und die zukünftige Reperaturfähigkeit sind uns wichtig.









ERSATZNEUBAU KALCHBÜHLSTRASSE ZÜRICH
2019Ersatzneubau Kalchbühlstrasse Wollishofen
Zürich (CH)
Projektwettbewerb auf Einladung
3. Rang/Preis
Auftraggeber: Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Zürich, WSGZ
Projektteam: BASK mit Elisabeth Pola und Gianfranco Rossetti
Das Grundstück ist geprägt durch die von Süd nach Nord abfallende Topographie, die zusammen mit der Baumkulisse dem Ort eine spezifische Eigenart verleiht. Im Kontrast dazu steht der schnurgerade Verlauf der östlichen Parzellengrenze. Die zwei neuen Häuser fassen einen klaren Strassenraum entlang der Kalchbühlstrasse und schaffen einen attraktiven, genossenschaftlichen «Gartenhof». Die zwei viergeschossigen Gebäude, das strassenbegleitende «Lange Haus» und das zurückversetzte «Punkt Haus» orientieren sich an der gebauten und gewachsenen Struktur der Umgebung und stärken die bestehenden Qualitäten.
Das «Lange Haus» dehnt sich entlang der östlichen Parzellengrenze in Nord-Süd Richtung und bildet ein klares Vis-a-Vis, einen Rücken zur Siedlung Kalchbühl. Das «Punkt Haus» steht leicht ausgedreht im Garten und schafft in der konischen Grundstücksfläche gut proportionierte Aussenräume. Die Ausrichtung des Gebäudes orientiert sich an der natürlichen Topographie. Der «Gartenhof» ist das Herzstück der Genossenschaft. Er ist der Ort des informellen Aufeinandertreffens, des gemeinsamen Spiels und des kollektiven Aufenthalts. Er verbindet die Genossenschaftssiedlung, vermag aber mit dem imposanten Baumbestand und der fassbaren Grösse auch als intimer Garten zu wirken. Die Adressen beider Gebäude liegen konsequent an der Kalchbühlstrasse, wobei das kleinere Haus über einen grosszügigen Durchgang erschlossen wird und sich so anbindet.
Die zwei Gebäude, das «Lange Haus» und das «Punkt Haus», schaffen ein Gefüge, das zusammen mit dem dritten wichtigen Element, dem «Gartenhof», zwischen dem städtischen Kontext und dem intimen Garten oszilliert. Strassenbegleitende Gebäude, innere zusammenhängende Gärten, Gebäude im Garten charakterisieren die Nachbarschaft und verankern die neue Genossenschaftssiedlung im Quartier. Trotz einer höheren Ausnutzung von 58 Wohnungen, fügt sich die neue Überbauung mit Dichte und ihren Proportionen ins Quartier ein.
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DER RÄUMLICHE ENTWURF UND DIE KONSTRUKTION EINES BAUWERKS ERGÄNZEN SICH FÜR UNS VON BEGINN AN GEWINNBRINGEND.









CASCINA VALLE LEVENTINA
2014-2017Umbau Cascina
Valle Leventina TI(CH)
Bauherrschaft: Privat
Architektur: BASK
Bauingenieur: Benedikt Lechner, H13 Ingenieure, München (D)
Fertigstellung: 2017
Eine Cascina (Stallscheune) wurde zu einem neuen, einfachen Lebensraum und individuellen Rückzugsort in den Alpen umgebaut. Die bauliche Substanz aus massiven Natursteinmauern im Sockelgeschoss und der aufliegende Holzstrickbau wurden umfassend baulich und konstruktiv ertüchtigt. Der Dachstuhl wurde nach historischem Vorbild neu aufgebaut, konstruiert als Capriata, aber als Neuinterpretation dieser historischen Konstruktion. Im Rahmen der kantonalen Gestaltungsvorgaben wurden nur die bestehenden Gebäudeöffnungen als Zugänge und Fenster umgebaut. Im ungeheizten Sockelgeschoss befinden sich die Nass- und Lagerräume. Innerhalb des bestehenden Strickbaus wurde eine neue innere Gebäudehülle aus fein profilierten, massiven Holzbalken eingebaut. Darin bildet ein zentraler Holzofen als Herd und Heizung das Zentrum des Wohnraumes. Im Dachstuhl bilden die quer gespannten Zuggurte der Capriata, ausgeführt in Brettsperrholz in Form einer Farfalla, die neue Schlafebene direkt über dem Holzofen. Das Gebäude konnte durch seine räumliche Logik und im Einklang mit dem alpinen Ort mit einer minimalen technischen Ausstattung konzipiert werden.
© 2017 - BASK Architektur Städtebau GmbH
WIR FAVORISIEREN EINEN INTELLIGENT GEPLANTEN, SICHTBAREN UND CHARAKTERSTARKEN ROHBAU GEGENÜBER (ZU) VIELEN VERKLEIDUNGSMASSNAHMEN IM AUSBAU.









FELSENBURG STÄFA
2014Sanierung eines 150 jährigen Zürichseehauses
Stäfa ZH (CH)
Bauherrschaft: Privat
Architektur: BASK
Fertigstellung: 2014
Innerhalb der Bestandsstruktur haben wir wenige, aber präzise Anpassungen vorgenommen, die eine freiere Benutzbarkeit, sowie vielfältigere räumliche Bezüge ermöglichen. Die sorgfältige, hochwertige Materialwahl im Ausbau, sowie Einbaumöbel, die im Charakter des Hauses entworfen sind, erzeugen mit wenig Maßnahmen viel Mehrwert. Aus energetischen Gründen wurde außerdem eine Fassadensanierung des in den 70er Jahren ergänzten Hausteils in Angriff genommenen. Gleichzeitig nahmen wir damit eine sanfte Korrektur im Gebäudeausdruck vor. Der fassadensanierte Hausteil gibt sich nun - bisher optisch dem alten Bestand angeglichen - neu durch seine gestrichene Holzverkleidung deutlich als hinzugefügter Anbau zu erkennen.
© 2014 - BASK Architektur Städtebau GmbH
WIR ERACHTEN BESTAND ALS IDENTITÄTSSTIFTEND, KNÜPFEN GERNE AN DAS VORHANDENE AN UND SETZEN ES IN WERT.








WOHNEN TANNENRAUCHSTRASSE ZÜRICH
2017Wohnen Tannenrauchstrasse
Zürich (CH)
Projektwettbewerb im selektiven Verfahren
Auftraggeber: Wohn- u. Siedlungsgenossenschaft Zürich (wsgz)
Projektteam: BASK mit Ruth Hügli und Gianfranco Rossetti; manoa Landschaftsarchitekten, Meilen; Energiekonzept: BS2 AG, Dr. Niklaus Haller, Zürich
Das durchgrünte Wohnquartier Wollishofen ist charakterisiert von einer lockeren, offenen Bebauung mit frei stehenden Häuserzeilen. Der Perimeter liegt zwischen Tannenrauch- und Mutschellenstrasse, wo sich grössere Solitärbauten finden, welche von urbanen Aussenräumen und Gartenanlagen umgeben sind. Die bestehenden Wohnhäuser aus den 50er–Jahren zwischen der Tannenrauchstrasse und der Mutschellenstrasse entsprechen nicht mehr den heutigen Wohnbedürfnissen. Ziel der Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Zürich (wsgz) sind ungefähr 100 qualitativ hochstehende, mehrheitlich Familienwohnungen in einem mittleren Preissegment mit geeigneten Begegnungszonen und Gemeinschaftsbereichen. Wir schlagen eine Konzentration der neuen Baumasse im östlichen Teil des Areals vor. Der grosse Neubau reiht sich selbstverständlich in die Gruppe der grösseren Einzelbauten entlang der Tannenrauchstrasse ein, die ebenfalls merklich von der Strasse zurückversetzt sind. Diese Positionierung schafft einen grosszügigen und nutzbaren, parkartigen Freiraum und erlaubt die Umsetzung eines Gebäudes mit einer starken Identität und Ausstrahlung ohne den Strassenraum nachhaltig zu verändern, sondern vielmehr in seinem Bestand aufzuwerten. Die Einbindung in den Kontext erfolgt über die Aufnahme der klaren Struktur der Grünräume und der Körnung der angrenzenden Bauten. Durch den neuen parkartigen Freiraum wird ein zusammenhängender, grosszügiger Grünraum entlang der Tannenrauchstrasse aufgespannt und stellt die Verbindung mit dem durchgrünten Quartier her. Mit der Staffelung des Gebäudevolumens werden eine Differenzierung des Baukörpers und eine masstäbliche Verbindung an die Körnung und die Traufhöhen der umgebenden Bebauungsstruktur erreicht. Das nach innen orientierte Begegnungsband ist der Kumulationspunkt und die zentrale Erschliessung aller Nutzungen der Genossenschaft. Die Konzentration der gemeinschaftlich genutzten Räumlichkeiten und der Hauszugänge begünstigt die Interaktion der Bewohner und fördert eine genossenschaftliche Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Die Lage des Begegnungsbandes an der Strassen abgewandten Seite, schafft einen klar gefassten, gemeinschaftlichen Aussenraum, der die Identität der neuen Siedlung definiert und sie zur Einheit zusammenbindet. Der zentrale gedeckte Durchgang dient als multifunktionaler, gedeckter Aussenbereich. Die Hauptstruktur des grossen Neubaus besteht aus vier zueinander versetzten Vierspännern. Diese setzen sich jeweils aus zwei durchgesteckten Wohnungen und zwei Eckwohnungen zusammen. Eine Entwicklung in der Höhe und eine Ost-West Orientierung des Gebäudes generieren eine angemessene Vielfalt und eine Vielzahl an unterschiedlichen Wohnungen für alle Altersklassen und Lebenssituationen. Alle 92 Wohnungen besitzen mehrheitlich drei, mindestens aber zwei Ausrichtungen.
© 2017 - BASK Architektur Städtebau GmbH
VIELFÄLTIG NUTZBARE RÄUME BILDEN FÜR UNS GENAUSO DIE GRUNDLAGE EINES NACHHALTIGEN PROJEKTES WIE AUCH DIE INTEGRATION VON ERNEUERBAREN ENERGIEN.








HAUS AM AMMERSEE
2008–2011Neubau Wohnhaus
Utting am Ammersee (D)
Bauherrschaft: Privat
Architektur: BASK
Statik: Benedikt Lechner Beratende Ingenieure, München (D)
Bauleitung: Ingenieurbüro Kenderes, München (D)
Fotografien: Karin Gauch, Fabien Schwartz
Fertigstellung: 2011
Das Haus am Ammersee steht auf einem grossen parkähnlichen Grundstück, umgeben von hohem und altem Baumbestand auf einem Höhenzug entlang des Ammersees. Das Haus bietet Raum für eine 4-5 köpfige Familie und ist in Zukunft aufteilbar in 2 verschieden große Wohneinheiten. Mit der Positionierung auf dem Grundstück und der Aussenraumgestaltung schaffen wir in dem weitenläufigen Freiraum bewusst unterschiedliche Räume und Situationen, die sich im funktionalen Bezug zum Gebäude, in ihrer Privatheit, ihrer landschaftlichen Qualität und ihrer Besonnung über den Tagesverlauf hin erkennbar differenzieren. Durch die spezielle Dachform gliedert es sich aus der Entfernung ein in die umgebende Nachbarschaft. Aus der Nähe bekommt das Gebäude eine unerwartet skulpturale Erscheinung. Das Gebäude ist eine Holzständerkonstruktion und wird mit einer Sole-Wasserpumpe geheizt. Es erreicht den Standard „Niedrigenergiehaus“.
© 2011 - BASK Architektur Städtebau GmbH








WOHNENPLUS METTMENSTETTEN
2015Wohnen Plus - Neubau Alterswohnungen und Pflegewohngruppen
Mettmenstetten ZH (CH)
Projektwettbewerb im selektiven Verfahren
2. Rang
Auftraggeber: Wohn- u. Siedlungsgenossenschaft Zürich (wsgz)
Projektteam: BASK mit Ruth Hügli und Gianfranco Rossetti; Landschaftsarchitektur: Urbscheit Landschaftsarchitektur und Hansjörg Gadient Landschaftsarchitekten, Zürich; Energiekonzept: BS2 AG, Dr. Niklaus Haller, Zürich
Die Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Zürich (wsgz) beabsichtigt Ihr Areal in Mettmenstetten (ZH) in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof mit altersgerechten Wohnungen, geeigneten Gemeinschaftsbereichen sowie zwei Pflegewohngruppen mit entsprechendem Aussenraum zu überbauen. Wir schlagen vor, die 50 altersgerechten Wohnungen und die Pflegegruppen in zwei Gebäuden zu organisieren. Die Volumen werden dabei möglichst weit an die östliche und westliche Parzellengrenze gesetzt. Die daraus entstehende Distanz der Baukörper ermöglicht eine grösstmögliche Privatheit der Wohnungen. Gleichzeitig schaffen wir damit einen großzügigen zentralen Garten, der als gemeinschaftlicher Erschliessungsraum, Aufenthaltsraum und sozialer Treffpunkt für die Siedlung dient und auch als Angebot an das Dorf verstanden wird. Durch seine Dimension und die vielfältige Bepflanzung garantiert er ein abwechslungsreiches, sinnliches Erlebnis für die Bewohner. Als Kontrast dazu werden die Gebäude jeweils dreiseitig von geschützten Gartenräumen eingefasst, was den Erdgeschosswohnungen und Pflegegruppen eine ungezwungene Privatheit ermöglicht. Die als Mehrspänner organisierten Gebäudegrundrisse ermöglichen unterschiedliche Orientierungen zur vielfältigen Umgebung. Alle Wohnungen bieten mindestens zwei Ausrichtungen an. Die in ihrer Grösse optimierten Erschliessungsbereiche schaffen pro Geschoss natürliche Begegnungsorte. Die gemeinschaftlichen Aufenthaltsflächen in den Gebäuden konzentrieren sich auf die Waschsalons in den Attikageschossen. Durch deren Außenraum und Sitzgelegenheiten laden sie als informelle Treffpunkte ein. Der Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss ist auf den zentralen Garten orientiert und so auch von Aussenstehenden nutzbar.
© 2016 - BASK Architektur Städtebau GmbH








BUCK & BRECK BERLIN
2010Neubau Cocktail Bar
Berlin-Mitte (D)
Bauherrschaft: Gonçalo de Sousa Monteiro
Projektteam: Gonçalo de Sousa Monteiro, Konzeption; Nicolas Kretschmann, Räumliche Konzeption; Ingo Strobel, motorberlin,
Design, Konzeption und Ausführung; Theo Ligthart, Künstlerische Konzeption und Auslagendekoration; Marko Coric, C+
Architekten, Ausführung
Fotografien: © Buck & Breck
Die Räume der Buck & Breck Cocktail Bar finden sich in einer besonderen räumlichen Konstellation in Berlin Mitte wieder; das ehemalige Ladenlokal im Blockrand neben der Polizeiwache im Plattenbau mit einem Hinterhof, der an Brooklyn der 1980er erinnert. Etwa Zweidrittel der Räume wurden umgebaut, der Rest dient nutzungsflexibel als strategischer Erweiterungsraum für Events, oder zu einem späteren Zeitpunkt als Ausbauoption. Grundidee der räumlichen Konzeption der Bar ist der Bartisch. Er steht als einziges Möbel der Bar im Mittelpunkt. Seine Wahrnehmung als der zentrale Ort in der Bar wird durch das Beleuchtungskonzept mit warmem und kaltem Licht pointiert. Der Bartender und die Gäste teilen sich diesen grossen und massiven Holztisch. Das ermöglicht dem Bartender in der ca. 15 Gäste fassenden Bar jederzeit den persönlichen Bezug zu seinen Gästen. Die Nuancen zwischen privat und öffentlich, die man aus der Benützung von Stadträumen kennt, wurden auf den Massstab des Barraumes transferiert und mit innenarchitektonischen Mitteln umgesetzt. Es entstehen auf kleinem Raum gleichzeitig eine Vielzahl an verschiedenen Atmosphären. Von Aussen ist die Bar nicht unmittelbar erkennbar. Ein in seiner Möblierung veränderbarer Raum für Kunst ist der Bar vorgeschaltet und verändert immer wieder die Interaktion der Bar mit dem öffentlichen Raum der Stadt.
© 2010 - BASK Architektur Städtebau GmbH
WIR SCHAFFEN RÄUME FÜR INDIVIDUELLE LEBENSENTWÜRFE.






HOF GRIENEN WINTERTHUR
2011 - 2012Umbau Stall/Scheune in Familienwohnungen
Hoher Grad an Eigenleistung und Partizipation der Bauherrschaft, hohe akustische Anforderungen
Winterthur ZH (CH)
Bauherrschaft: Verein Grienen
Projektteam: BASK mit Claudine Berger, Arch. HTL
Fertigstellung: 2012
Der Hof Grienen in der Nähe von Winterthur Seen bietet diverse alternative Wohnformen. Als ehemaliger Bauernhof steht er auf der Anhöhe eines zwei Hektar grossen Grundstückes und bietet mit einer Groß-WG Wohn- und Lebensraum für rund 20 Personen - im Haus, in umgebauten Bauwagen oder mongolischen Jurten. In enger Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft wurde ein Projekt entwickelt, bei dem mehr Wohnraum für Familien und eine bessere sanitäre Infrastruktur für WagenbewohnerInnen geboten werden. Der ehemalige Stall wurde zu einer Vierzimmer-Familienwohnung umgebaut und eine kompakte Nasszelle geschaffen, die den Wagen- und JurtenbewohnerInnen eine neue sanitäre Infrastruktur bietet. Die Konstruktion der Wohnung im Erdgeschoss wurde akustisch entkoppelt vom Konzertraum im Obergeschoss. Das Projekt wurde mit einem hohen Grad an Eigenleistung der BewohnerInnen umgesetzt. Dementsprechend ist die Konstruktion einfach konzipiert und unterstützt durch seine Gestaltung und den Einsatz von einfachen, aber wertigen Materialien die collageartige Erscheinung des gesamten Hof-Ensembles.
© 2012 - BASK Architektur Städtebau GmbH